Ein beträchtliche Zahl Chemnitzer Vereine, Initiativen und Künstler*innen
sind durch den Kulturhaupstadtprozess nicht abgebildet worden.
Im Gegenteil, durch eine millionenschwere Werbekampagne,
beträchtliche Kürzungen vor allem im Jugend- und Kulturbereich,
großzügig subventionierte Kampagnen zur Einwerbung von Sponsoren,
Ehrenamtlichen bzw. Vermietungen hat die Kulturhauptstadt gGmbH und damit der Kulturhauptstadtprozess
Ressourcen und Aufmerksamkeit jenseits bestehender Kulturangebote gebunden und einen großen Teil der Chemnitzer Aktiven unsichtbar gemacht und teilweise in eine existenziell bedrohliche
Situation gebracht.
Es fehlen finanzielle Mittel, mediale Aufmerksamkeit und vor allem
die Motivation, sich gegen die Ignoranz der kommunalen Politik und einer
als elitär wahrgenommen Kulturhauptstadt gGmbH für Kultur, Sport und
Soziales aufzureiben.
Leider hat es die Kulturhauptsstadt gGmbH nicht ansatzweise geschafft,
die Breite der Chemnitzer Kulturakteure sichtbar und für alle nutzbringend in den Prozess einzubinden.
Die intransparente Weiterentwicklung des Kulturhauptstadtprojekts zu einem
"Legacy"-Projekt lässt vermuten, dass sich die eingeschränkte Sichtweise
auf Chemnitzer Kultur im Kulturhauptsstadtjahr in den nächsten Jahren
fortsetzen und zu weiteren Einschnitten in mehreren Dimensionen bei den
nicht wahrgenommenen Chemnitzer Projekten führen wird.
Bitte nutzen Sie die Angebote der Vereine vor Ort. Informieren Sie sich. Unterstützen Sie Ihre lokalen Kultur-, Sport- oder sozialen Vereine. Besuchen Sie Ausstellungen, Konzerte, Events und vieles mehr - gleich bei Ihnen um die Ecke. Interessieren Sie sich - die Aktiven haben es verdient (und nötig).
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